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Was essen wir im Jahr 2039?

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Fast jeden Tag stellen wir uns die Frage was wir denn essen sollen. Und jetzt soll ich euch sagen, was wir alle in 20 Jahren essen werden?!

Ich werde lediglich Vermutungen aufstellen, was wir vielleicht mehr oder was wir vielleicht weniger konsumieren werden. Das wird natürlich nicht für alle Menschen gelten, da jeder einen unterschiedlichen Geschmack hat und jeder auf bestimmte Lebensmittel nicht verzichten kann oder will.

Generell kann man sagen, dass sich die Ernährung in den letzten Jahren weiterentwickelt hat. Es gibt – wie inzwischen schon oft erwähnt – mehr Nischenprodukte für Menschen, die eine Allergie oder Unverträglichkeit haben und die auch bestimmte Lebensmittel verzichten wollen, müssen oder eine andere Herstellungsart bevorzugen. Es gibt viele unterschiedliche Gründe warum jemand ein Nahrungsmittel nicht isst, aber genau darauf stellen sich die Supermärkte ein.

Doch wie genau wird das im Jahr 2039 sein?

Beim Überlegen bin ich auf 2 mögliche Entwicklungen gekommen; entweder geht es genau so weiter wie jetzt oder alles bricht zusammen.

Möglichkeit 1: Die Supermärkte stellen noch mehr Nischenprodukte in ihre Regale. Das führt dazu, dass noch mehr Menschen diese Nischenprodukte „für sich entdecken“ und diese Produkte kaufen. Die „normalen“ Lebensmittel werden hier langsam in den Hintergrund geschoben. Einerseits ist das eine gute Entwicklung, dass die Supermärkte Nischenprodukte anbieten, allerdings sind diese oft teuer und sprechen nicht alle Kunden an. Das bedeutet einen höheren Einkaufspreis und mehr Geld für die Lagerung, da jetzt noch mehr Produkte gelagert werden müssen. Für uns Kunden bedeutet das noch mehr Auswahl! Aber ist das wirklich so gut, wenn man vor dem Nudelregal steht und noch mehr Marken sieht? Für den Kunden, der keine hohen Ansprüche stellt (isst Fleisch, tierische Produkte, schaut nicht auf die Herstellungsart), wirkt das günstigste Produkt am attraktivsten. Dieser Kunde wird sich für dieses Produkt entscheiden, andere Marken werden mit ihrem Preis ebenfalls nach unten gehen; die „besonderen“ Produkte werden noch teurer werden, da sie nicht so viel verkaufen können. Wenn es so viele Marken gibt, ist das für den Kunden eine Überforderung und die Preisspanne zwischen den „normalen“ und den „besonderen“ Produkten – die ohnehin jetzt schon groß ist – noch höher werden und uns als Kunden verunsichern. Natürlich darf man nicht vergessen, was mit den Leuten passieren wird, die nicht so viel Geld haben, da diese gezwungen sind die günstigen Produkte zu kaufen. Und schon befinden sich die Supermärkte in einer Zwickmühle zwischen „normalen“ und „besonderen“ Produkten!

Möglichkeit 2: Die Supermärkte nehmen alle „besonderen“ Produkte aus ihrem Sortiment und bieten nur noch „normale“ Produkte an. Das ist ein großer Nachteil für die Menschen, die auf die Nischenprodukte angewiesen sind. Zwar haben die Supermärkte einen Vorteil, da sie weniger Lagerkosten haben, ABER es wird auch ein Teil der Kunden wegfallen. Das ist ein großer Verlust, da man nicht genau unterscheiden kann, welche Kunden nur „normale“, welche Kunden nur „besondere“ und welche Kunden beides gemischt kaufen. Sobald es die vom Kunden gewünschte Produkte nicht mehr gibt, geht er weg und sucht nach anderen Einkaufsmöglichkeiten. Kleines Beispiel zur Erläuterung: wenn ich 30 Sachen kaufen will, es gibt davon aber nur 20 in einem Supermarkt, dann überlege ich mir doch alles in dem zweiten Laden zu kaufen. Läden, die diese „besonderen“ Produkte anbieten bekommen demnach mehr Zuwachs. Doch hier müssen wir wieder mehr Geld in die Hand nehmen, um die gewünschten Produkte zu bekommen. Die Produkte in den Supermärkten werden noch günstiger, da es hier nur noch die Konkurrenz zwischen „normalen“ und damit günstigen Produkten gibt. Wie immer lässt dann auch die Qualität etwas nach, da man nicht die gleiche Qualität mit billigeren Mitteln und schlechter bezahlten Arbeitern schaffen kann. Für Menschen mit weniger Geld ist das ein Traum, da sie bei ihren notwendigen Einkäufen Geld sparen können! Doch ist diese Möglichkeit wirklich gut für unsere Supermärkte?

Für mich persönlich klingt keine der beiden Möglichkeiten verlockend, da beide Probleme sowohl aus der Sicht des Kunden als auch aus der Sicht der Supermärkte mit sich bringen. Möglichkeit 2 ist für mich noch ein bisschen unwahrscheinlicher, da sich die Supermärkte hier selbst schaden werden.

Welche Produkte werden im Jahr 2039 konsumiert?

Das wird jeder Mensch für sich selber entscheiden müssen, das kann niemand genau vorhersagen. Es wird auf jeden Fall eine große Konkurrenz zwischen den „normalen“ und den „besonderen“ Produkten geben. Für das Entscheiden gibt es sehr viele Faktoren, z.B. ethische, religiöse oder auch einfach nur das Ausprobieren von neunen und unbekannten Produkten. Hierbei gilt wieder, dass es für jeden Menschen unterschiedlich ist und dass es sich nicht genau vorhersagen lässt. Dieses Thema ist sehr umfangreich und kann höchstens von Menschen beantwortet werden, die sich ihr ganzes Leben lang mit der Entwicklung von Lebensmitteln beschäftigt haben und dann mit anderen Experten eine ungefähre Prognose aufstellen.

Doch gerade deshalb weil das Thema so umfangreich ist, finde ich, dass jeder Mensch mal über die eigene Zukunft nachdenken sollte. Wenn man das getan hat, dann ist es an der Zeit nachzudenken, was die eigene vorgestellte Zukunft für Folgen hat. Wenn man das ebenfalls getan hat, dann sollte man darüber nachdenken, ob das wirklich so gut ist, was dann passieren wird. Ein weiterer und wichtiger Punkt ist die Kommunikation und Information über dieses Thema. Die Menschen sollten offener über ihre Vorstellung der Zukunft reden, wobei die Information über dieses Thema und die verschiedenen Meinungen wieder etwas an der eigenen Meinung ändern können. Ich persönlich finde, dass man in der Familie, im Freundeskreis und bei der Arbeit mit Kollegen über Themen, die einen beschäftigen, reden sollte und dadurch andere Sichtweisen kennenlernt. Außerdem sollten wir uns nicht so viel Vorgesetztes anhören, sondern selber mehr nachdenken und so unsere eigene Meinung bilden. Das ist beim Thema Ernährung auch ein wichtiger Punkt, da viele Leute sich gerne anders ernähren würden, aber sie nicht den Mut haben, etwas zu bewegen, weil sie Angst haben in ihrem Umfeld auf Widerstand zu stoßen. Deswegen mein Appell an euch und mein Wort zum Donnerstag: Macht bei der Ernährung das, was ihr für richtig haltet (es sei denn euer Trainer sagt was anderes, dann hört auf euren Trainer!).

Ich wünsche euch einen schönen Tag und viel Zeit zum Nachdenken!

Liebe Grüße,

Katharina